Vier Bilder. Eine Nacht. Keine Spuren.

In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober 2021 verschwanden Werke von mir.

Nicht zufällig. Nicht wahllos.

Am Morgen war alles noch da. Bis auf das, was fehlte.

Als das JOJA in Recklinghausen am nächsten Tag öffnete, war nichts aufgebrochen.
Keine eingeschlagene Tür. Kein Alarm.
Keine Unordnung. iPads und Technik standen noch da. Unberührt.
Doch vier Bilder waren weg.

Warum gerade diese?

Es waren nicht die kleinsten.
Es waren genau diese vier.

Ernest Hemingway · 120 × 160 cm
Albert Einstein · 120 × 160 cm
Sean Connery · 160 × 120 cm
Klaus Kinski · 75 × 100 cm

So groß, dass sie in kein normales Auto passen.
Für diesen Abtransport braucht man einen Transporter.
Und einen Plan.

Andere Werke blieben hängen.
Teilweise direkt daneben.

Warum gerade diese?

Die Tür war unbeschädigt.

Die Tür zum JOJA war eine Feuerschutztür.
Sie lässt sich nur von innen öffnen.
- Keine Gewaltspuren.
- Keine Fingerabdrücke.
- Keine Hinweise.
Bis heute weiß niemand, wie jemand hineingekommen ist – oder ob jemand bereits da war.

Der Fall wurde u. a. von der WDR Lokalzeit aufgegriffen.

Der Anruf

Ich war zuhause, Wladimir der Betreiber im Urlaub, als er mich anrief.
Ich dachte zuerst an einen schlechten Scherz. Aber seine Stimme klang nicht danach.
Jemand war gezielt gekommen.
Nicht wegen Technik. Nicht aus Zufall.

Wegen dieser Bilder.

Danach wurde es still.

Keine Spuren. Keine Täter. Keine Antworten.

Die Originale waren nicht versichert.
Versicherung und Betreiber sahen sich nicht zuständig. Ersetzt wurde nichts.

Was bleibt, ist die Frage:
Warum nimmt jemand genau diese Werke –
und lässt alles andere zurück?

Das, was wirklich verloren ging

In diesen Bildern steckten Monate.
Recherche.
Schichten.
Emotionen.

Sie waren keine Motive.
Sie waren Lebensphasen.
Vielleicht ist das der Grund, warum ihr Verlust mehr schmerzt als ihr Wert.

Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben.

Vielleicht tauchen sie eines Tages wieder auf.
Vielleicht weiß jemand etwas.

Bis dahin bleiben nur Fragen.
Und das, was vorher entstanden ist.

Was geblieben ist

Zum Glück existieren Fotografien dieser Werke.
Aufgenommen, als sie noch da waren.
Bevor sie verschwanden.

Die hier angebotenen Fine Art Prints
sind keine Rekonstruktionen.
Keine Wiederholungen.

Sie sind die letzten Aufnahmen
der gestohlenen Originale.
Das ist alles, was geblieben ist.

Hinweise nimmt die zuständige Dienststelle der Polizei Recklinghausen entgegen.

Telefon: 0800 / 2361111